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Kleist Heinrich von
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Amphitryon
Автор: Kleist Heinrich von Жанр: Hamburger Издательство: Hamburger Год: 2008 Страниц: 80 Дата загрузки: 14 февраля 20102013-08-17
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Kleist verarbeitet in diesem Lustspiel in drei Akten den antiken Mythos, indem er die — eigentlich tragische — Identitätskrise der handelnden Personen Jupiter, Alkmene und Amphitryon «lustvoll» beleuchtet. Alkmene, die ihren Gatten Amphitryon, den thebanischen Feldherrn, von Herzen liebt, wird ihrer Schönheit wegen gerühmt und erregt die Aufmerksamkeit des Göttervaters Zeus bzw. Jupiters. Jupiter erscheint in der Gestalt Amphitryons bei Alkmene, die den Gott natürlich für ihren geliebten Gatten hält. Was nicht ohne Folgen bleibt — der Halbgott Herakles ist das Ergebnis dieses göttlich-menschlichen «Irrtums». Während Amphitryon begreift, dass Alkmene ihn nicht wirklich betrogen hat, muss der eitle Jupiter erkennen, dass Alkmenes Wahl stets auf Amphitryon fallen wird — egal ob er nun menschlicher oder göttlicher Natur ist. Dieses Verwirrspiel der Gefühle in Blankvers-Form liegt in wissenschaftlich einwandfreier Ausgabe vor.
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Die Marquise von O
Автор: Kleist Heinrich von Жанр: Hamburger Издательство: Hamburger Год: 2008 Страниц: 40 Дата загрузки: 14 июля 20092010-05-25
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Um zu erfahren, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist, gibt die verwitwete und von ihren Eltern verstoßene Marquise von O. eine Zeitungsannonce auf, in der sie diesen Mann sucht und verspricht, ihn zu heiraten. Auf die Annonce meldet sich Graf F., der die Witwe einige Monate zuvor bei der Belagerung der Stadt vor Vergewaltigungen durch Soldaten bewahrt hatte. Voller Abscheu über die Tat des Grafen weigert sie sich zunächst, sich mit ihm zu vermählen, doch heiratet ihn schließlich unter der Bedingung, dass sie getrennt voneinander leben. Der Graf gibt jedoch nicht auf und wirbt nach einigen Monaten erneut um die Witwe, sodass es schließlich zu einer zweiten, wirklichen Hochzeit kommt. Aufgebaut ist die 1808 erschienene Novelle, die 1976 verfilmt wurde, wie ein Kriminalroman. Erst nach und nach erfährt der Leser die Hintergründe der ungewöhnlichen Zeitungsannonce der Marquise von O., und so bleibt es bis zum Schluss spannend. Zeitgenossen Kleists empfanden das Werk als Skandal, da es eine Vergewaltigung thematisiert. Heute wird es wegen seines sozialkritischen Ansatzes geschätzt, und für viele Leser ist die Novelle ein frühes Beispiel weiblicher Emanzipation, sodass „Die Marquise von O.“ mittlerweile eines der bekanntesten und meistgelesenen Stücke der Weltliteratur ist.
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